Frauenheilkunde und Geburtshilfe

"Geburt in Tirol" in Zeiten der COVID19 Pandemie


Die Geburt im Kreißsaal eines Krankenhauses ist auch während der COVID Pandemie die sicherste Möglichkeit Ihr Kind zur Welt zu bringen. Die Geburtshelfer in Tirol minimieren durch zahlreiche Maßnamen das Infektionsrisiko während der Geburt und im Wochenbett. Leider bedeutet das auch Einschränkungen für die werdenden Eltern.


Wir erwarten, dass Sie in der Zeit der Tiroler Verkehrsbeschränkungen das nächstgelegene und für Sie zuständige Krankenhaus zur Geburt aufsuchen, außer es gibt medizinische Gründe für eine Entbindung an der Universitätsklinik. Eine Begleitperson ist bei der Geburt erlaubt, außer Sie haben nicht Ihr zuständiges Krankenhaus aufgesucht oder es besteht bei Ihnen oder Ihrer Begleitperson eine COVID 19  Infektion bzw. ein diesbezüglicher Verdacht.


Prim. Dr. Gerald Pingzer


Prim. Dr. Gerald Pinzger

Prim. Dr. Gerald Pinzger

Das Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe umfasst die Erkennung, Verhütung, konservative und operative Behandlung von Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane einschließlich der weiblichen Brust und von krankhaften Zuständen und Komplikationen in der Schwangerschaft, Vorbereitung, Leitung und Nachbehandlung normaler und pathologischer Geburten einschließlich der Vornahme geburtshilflicher Operationen, Prävention unerwünschter Schwangerschaften sowie die Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch.


Die Geburt eines Kindes ist wohl eines der wichtigsten Ereignisse im Leben eines Menschen. Die Anwesenheit des Teams (Hebamme und Arzt, bei Komplikationen auch Kinderarzt) bei der Geburt bietet ein Maximum an Sicherheit und Versorgungsqualität. Mittels Herzton- und
Wehenregistrierung, Ultraschall am ungeborenen Kind überwacht der Arzt in allen Phasen der Geburt das Geschehen. Damit soll jedes vermeidbare Risiko von Mutter und Kind abgewehrt werden. Um die Geburt für Mutter und Kind so angenehm wie möglich zu gestalten, stehen verschiedene Einrichtungen, wie Geburtsseil, Maya-Gebärhocker, Sprossenwand und Wassergeburt zur Verfügung. Zur Entspannung vor der Geburt ist unsere Abteilung mit einem Entspannungswasserbecken ausgestattet. Sicherheit beginnt aber schon lange vor der Geburt. Fruchtwasseruntersuchung, aber auch verschiedene Hormonuntersuchungen, mögliche Abklärung der Risikofaktoren, CTG-Untersuchungen (Herztonregistrierung und Überwachungder Wehentätigkeit) auch bei Zwillingen gehören zum Standard unseres
modernen Krankenhauses.

An der gynäkologischen Abteilung wird seit Jahren, wenn möglich, minimal invasiv (gewebeschonend, Knopflochchirurgie), das heißt unter
Schonung des Gesunden Gewebes operiert. Durch diese Operationsmethode kann der stationäre Aufenthalt und die Heilungsphase in der Regel deutlich verkürzt werden.


Die Behandlung der Harninkontinenz in enger Zusammenarbeit mit der Urologie stellt neben der klassischen Operationen einen
Behandlungsschwerpunkt an der Abteilung dar. Die Therapie des ungewollten Harnverlustes mittels Bandoperationen wird seit Jahren
erfolgreich durchgeführt und zeichnet sich durch eine kurze Operationszeit, verbunden mit optimaler Erfolgsrate aus.

Seit 2009 wird in der Gynäkologischen Ambulanz auch Pränatal Diagnostik mittels zertifizierter Nackentransparenzmessung und der
Möglichkeit der Durchführung von Spezial Ultraschall Untersuchungen angeboten.

Das gynäkologisch-geburtshilfliche Team versucht durch Freundlichkeit, Kompetenz und menschliche Nähe den Patientinnen den
stationären Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.