Primarius Dr. Eugen Josef Ladner
Meilensteine seiner 28 Jährigen Tätigkeit als vorstand
der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin
und Seiner 20 Jährigen Tätigkeit
als Ärztlicher Direktor am BKH Reutte
Anästhesie
1998
Nach der Ausbildung zum Facharzt für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin im BKH Reutte und anschließend an der Univ. Klink für Anästhesie und Intensivmedizin in Innsbruck, Bestellung zum Leiter der Medizinschen Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am BKH Reutte.
Somit erst der 2. Primararzt an dieser Abteilung mit 37 Jahren.
Intensive Weiterentwicklung der Abteilung (man bedenke im Krankenhaus Keckelmoos ab1927 wurden von den Barmherzigen Brüdern Narkosen noch zum Beispiel mit Äther oder Chloroform gemacht).
- Verpflichtende Übernahme der Anwesenheitsdienste (eine personelle Herausforderung, die allerdings für die krankenanstaltenrechtliche Genehmigung des Hauses - Notfallbereitschaft notwendig war.
- Weiterentwicklung und Standardisierung der Regionalanästhesie folglich auchUltraschall gestützt.
- Aufbau eines Grinnungsteams
- Etablierung eines Cellsavers
- TTE und Sonografie der Lunge
- Organisation der Aus- und Weiterbildung von Assistenzärzt*innen mit der Univ. Klinik Innsbruck
- Trotz leitender Funktion weiterhin Dienste außerhalb der Kernarbeitszeit
Prämedikation
1999 - 2002
- Aufbau der Anästhesieambulanz für eine verbesserte Risikoevaluation bei geplanten Eingriffen
- Ergänzende multimediale Patientenaufklärung, ansprechend gestaltet durch ein musikalische Intro von Toni Knitel (Bluatschink) sowie der Moderationstimme von "the voice" Ernst Grissemann. Umsetzung der Präsentation mit DGKP B. Primus.
- Standardisierung der Prämedikation und Implementierung eines freien Schirmes auf der digitalen Patientenplattform "PatiDoc" in Zusammenarbeit mit der IT Abeiteilung
Intensivmedizin
1998 -
2020
- Zügiger Ausbau der intensivmedizinischen Resourcen in Zusammenarbeit dem ärztlichen und pflegerischen Personal.
- Aufstockung der Beatmungsgeräte von ursprünglich einem auf vier Geräte.
- Etablierung der Haemofiltraton
- laufende Erweiterung und Anpassung des Monitorings
- Umstellung auf die digitale Dokumentation im PDMS
- Umbau bzw. entsprechende Adaptierung eines COVID Isolierzimmers
Notfallmedizin
1998
2003
2024
- Etablierung der Innerklinischen Notfallversorgung durch ein speziell geschultes Reanimations- und Herzalarmteam
- Standardisierung des Schockraummanagements mit begleitenden Simulationstrainings (InPASS)
- Im gleichen Jahr die außerklinische Erweiterung im Notarztsprengel Reutte und Umgebung wobei das NEF von unserer Abteilung von 07:00 bis 19:00 bereitgestellt wird
- Umstellung auf ein Mischsystem: unter Tag ARA Notarzthubschrauber oder NEF, in der Nacht nur NEF (Niedergelassene Kolleg*innen quittierten ihre Dienste)
- Gründung des Vereins "Notarztversorgung Bezirk Reutte" und Übernahme der Obmannfunktion
- den modernen Anforderungen entsprechender Umbau des Schockraums
- Personelle Neuausrichtung des NEF (Wochentags von 07:00 bis 19:00 Uhr BKH - Restzeiten vom Verein, Änderungen durch Land Tirol, VD Mag. B. Schliernzauer und ÄD Prim. Dr. E. Ladner)
- Persönlicher Einsatz als Notarzt in der Luft bei den Notarzthubschraubern Christopherus 5 und 1
- Weiterhin im Einsatz als Notarzt beim NEF
Postoperative Schmerztherapie / Wahlarztpraxis für spezielle Schmerztherapie
1999
1999
2007
- Einführung standardisierter Schmerzvisiten
- Spezialisierung auf interventionielle Schmerztherapie z. B. Gesichtsschmerzen (Trigeminus) mit internationalem Patient*innengut, Nackenschmerzen, usw...
- Wahlarztpraxis in den neuen Räumlichkeiten im Fachärztehaus am BKH bezogen.
Palliativmedizin
2020
- Facharzt stammt von unserer Abteilung
Telemedizin
Radiologie
Pathologie
(österreichisches Projekt)
1998
2000
- Standardisierung des Workflows mit der Radiologie an der Univ. Klinik Innsbruck. Federführend VD i.R. Dr. D. Baron, und Prof. Dr. zur Nedden, Prim. Dr. E. Ladner
Diagnose Kunst
Gründungsmitglied der
Kulturinitiative
2001
2011 /
2012
Herzensprojekt "Kunst trifft Medizin" gemeinsam mit der Assistentin der ärztlichen Direktion H. Koch.
- Bauliche Adaptierung des Atriums am BKH für Kunstausstellungen (Fachschule für Kunsthandwerk in Elbigenalp)
- Es konnten viele nationale - einheimische Künstler*innen, aber auch international erfolgreiche Künstler*innen für Ausstellungen gewonnnen werden. Wie z.B. Jos Pirchner, Salcher, Traxl, zuletzt auch einheimische Künstler wie W. Rieder
- Sponsorenunterstützung
- Das BKH als sozialer Treffpunkt für Kontakte
- Eigene Ausstellung "Alte Medizin- Außerferner Heiler" Gemeinsam mit der Assistentin H. Koch und den Historikern Dr. R. Lipp und Linser dazu auch als Buch verfasst welches auf Grund des großen Interesses rasch ausverkauft war.
Leider finden auf Grund fehlender personeller Ressourcen keine Ausstellungen mehr statt.
Ärztliche Direktion
2006
2014
2015
2020
Vormals Zukunftsbeauftragter am BKH und mit 20 Jahren als zweitlängst Dienst versehnder(nach Prim. Dr. Angerer) Ärztlicher Direktor.
- Damit verbunden sind alle fünf Jahre RSG Planungen welche für unser Haus immer mit erheblichem Aufwand verbunden waren. Besonders harte Verhandlungen waren 2008 beim drohenden Verlust der HNO und Urologischen Fachbereiche mit einem Bettenverlust von 20. Drohende Einschränkungen der Geburts und Frauenheilkundlichen Abteilung bei denen ein Zusammenlegung mit dem BKH Zams im Raum standen. Es wurden jedoch immer gute und tragfähige Lösungen im Rahmen der Kollegialen Führung erarbeitet.Zuletzt auch jetzt im Jahr 2025.
- Viele Projekte über die "Integrierte Versorgung" realisiert (Abteilung Gesundheitsrecht und Krankenanstalten, VD i.R. Dr. D. Baron, Prim. Dr. E. Ladner)
- unterstützend tätig bei der Realisierung des PDMS / digitale Patientenakte
- Mit der Neubesetzung der Kassenstelle HNO, mit darauffolgendem Konsiliararztvertrag BKH gelang es durch Intervention bei der ÄK Tirol auch einen operativ tätigen Arzt einzubinden.
- Ausbau des Patientenbeschwerdemanagement in der ärztlichen Direktion
- Verbesserungen din der Ärzt*innen Rekrutierung trotz einschneidende Änderungen in der Studien- und Ausbildungsordnung welchezu einem massiven Rückgang von Bewerbungen führte. (zu Beginn der Tätigkeit als ÄD mind. 60 Bewerbungen von Kolleg*innen. )
- Laufende herausfordernde Adaptierungen beim Rekrutieren von Ausbildungsärzt*innen gemeinsam mit den Assistentinnnen der ÄD H. Koch und M. Santa
- Besuche des Teams der ärztlichen Direktion in Schulen Universitäten und bei KPJ Messen
- Errichtung der ersten Abteilung für Orthopädie und Traumatologie in Tirol
- Mitorganisation der Tage der offenen Tür am BKH Reutte
- Round Table mit den niedergelassenen Kolleg*innen in den Sprengeln des Bezirkes
- Ausbilungsärzte: Entsendung für Notarzteinsätze für die Notarztausbildung mit der Abteilung für Anästhesie an der Klinik Innsbruck
- Rotationen für die Ausbildung in Allgemeinmedizin mit der Klinik Innsbruck und dem Klinikum Kaufbeuren sowie eine Kooperation für die Ausbildung Kinder und Jugendheilkunde mit Prof. Dr. Müller
- Einführung von internen Fortbildungsangeboten für unsere Basisausbildungsärzt*innen während der Kernarbeitszeit.
- Krisenmanagement COVID (zusammen mit der Task Force - unser Haus hatte Vorzeigerolle)
- Organisation fachübergreifender und vor allem interprofessioneller Fortbildungen
- Employer Branding
- Netzwerk Ärztlicher Direktoren
- Herausforderung: als Mitglied der KOFÜ dem Träger direkt unterstellt und gleichzeitig Vertreter der Kolleg*innen am BKH
Reha Enzensberg
2009
Kooperation mit dem grenznahen Klinikum unter anderem auch notwendig für die Genehmigung des MRT am BKH
Anmerkung:
Urologische Patient*innen aus Enzensberg an Dr. M. Haß funktioniert bedauerlicherweise seit Jahren nicht mehr da dies von Deutscher Seite zu aufwendig und zu teuer sei.
Eingebunden fur die Kooperation waren unter anderem die Gesundheitsabteilung vom Land Tirol, VD i.R. Dr. D. Baron, die Neuologische Abteilung am Klinikum Enzensberg und Prim. Dr. E. Ladner
Magnetresonanz Tomograf - MRT
2009
Dauer der Vorgespräche von 2006 bis 2009
In diese waren Gesundheitsabteilung der Landes Tirol, VD i.R. Dr. D. Baron, Bundesministerin Kdolsky, Dr. Moritz - ÖBOG, TGKK, Prim. Dr. E. Ladner
Augen Tagesklinik
2011
Dauer der Vorgespräche: 2006 bis 2011
Ein Versuch mit einer Kooperation mit dem KH Verband Füssen war gescheitert.
Errichtung einer Augen Tagesklinik mit den beiden Kollegen Prof. Dr. G. Kieselbach und Dr. B. Kremser.
Es werden nicht nur Bezirks- und Tirolweit, sondern darüber hinaus Katarktoperationen sowie Intravitrieale Operative Medikamentenapplikation - IVOM bei Makuladegeneration durchgeführt.
Palliativmedizin
2011
Dauer der Vorgespräche: 2008 bis 2011
Erstes Modellprojekt in Reutte und Lienz etabliert
Eingebunden waren die Gesundheitsabteilung des Landes Tirol, VD i.R. Dr. D. Baron, Dr. R. Pröll (als Vertreter der Niedergelassenen Kolleg*innen), Prim. Dr. E. Ladner
Reanimationstraining in Schulen
2011
Leider seit 3 Jahren aufgelassen da zu wenig Interesse von Seiten der Schulen bzw. der Roten Kreuzes
Herzzentrum Füssen / Außerfern
2012
Dauer der Vorgespräche: 2009 bis 2012
Das grenzüberschreitende Vorzeigeprojekt wurde gemeinsam mit der Gesundheitsabteilung des Landes, VD iR. Dr. D. Baron, Vertretern der damaligen TGKK namentlich Prof. Pachinger, Dr. Hinterseer Füssen und Prim Dr. E. Ladner ins Leben gerufen.
Zentrale Patientenaufnahme ZPA
2013
Die Umsetzung der Zentralen Patientenaufnahme wurde in das Qualitätsförderungsprogramm des Landes Tirol aufgenommen und beinhaltete den Komplettumbau der ehemaligen, räumlich leider verplanten Unfallambulanz.
Durch die organisatorisch und bauliche Umgestaltung kam es zu einer signifikanten Entlastung der Normalstationen und zu organisatorischen Erleichterungen.
Eingebunden waren die Verwaltungs- und Pflegedirektion sowie auch die ärztliche Direktion mit Prim. Dr. E. Ladner
Mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich
2013
Überarbeitung, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereiches
Eingebunden waren die Pflegedirektion und die Ärztliche Direktion
Psychiatrie:
Liaisondienst Hall
Liaisondienst Kaufbeuren Dr. Huter-Müller und
Psychiatrie Fachpflege DGKP David Sprenger, BSc
2013
Dauer der Vorgespräche: 2010 bis 20213
Der Wunsch einer Psychiatrischen Tagesklinik in Kooperation mit der LNKH Hall welches als komplett ausgearbeitetes Konzept vorlag, scheiterte nach drei Jahren an der Zusammenarbeit des lokal tätigen Psychiaters und des Psychiaters aus Hall.
Eingebunden waren die Gesundheitsabteilund des Landes Tirol die Verwaltungs und ärztliche Direktion des BKH sowie die beteiligten Fachärzte aus Reutte und Hall.
Es kam in Folge zu einem Kontakt mit dem Klinikum Kaufbeuren
Heilwasser Kreckelmoos
2014
Gescheitert!
Fehlendes Interesse der politischen Vertreter und des Tourismus
Primärversorgungsordination (Entlastung der Niedergelassenen und der ZPA des BKH)
2016
Auf Grund einer vorausgehenden detailierten Evaluation der Patientenströme kam es zu einer versuchten Planung die Räumlichkeiten der Kinderordination nach 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr als allgemeinmedizinische Sprechstunde zu installieren.
Ärzt*innen mit Jus practicandi aus unserem Haus als auch aus dem niedergelassenen Bereich hätten diese Aufgabe übernehmen können.
Nach 23:00 Uhr wäre die Arzt auf Draht Hotline 1450 bzw eine telemedizinische Einrichtung zum Einsatz gekommen.
Da kein Interesse von Seiten der Niedergelassenen Kolleg*innen bestand, war dieses Projekt als gescheitert anzusehen.
Teleneurologie
2018
Ausarbeitung eines ebenfalls grenzüberschreitenden, EU- gefördertes Projektes (NEVAS), war unterschriftsreif. Von der Gesundheitsabteilung nicht gewünscht, Kooperation mit Uni- Kinik Innsbruck gewünscht.
Gescheitert am fehlenden Interesse der Klinik Innsbruck und des BKH Reutte (Innere Medizin)
SOLVE
2018
2018 bis 2019
Sanierung des BKH Reutte mit kompletter baulicher und medizinischer Reorganisation und Bettenreduktion: Interdisziplinarität, Sonderstation, gemeinsame Kinder/Geburten und Frauenstation, Interne Ambulanz, Dialyse, Labor
Baubeginn 2024, Dauer bis 2027
(Involviert praktisch alle Personalgruppen am BKH)