Expert/innen im Austausch:
Chirurgische Schule Ulm tagte erstmals in Österreich
Das BKH Reutte war Gastgeber des jährlichen Symposiums der Chirurgischen Schule Ulm, das heuer erstmals in Österreich stattfand. 22 ChirurgInnen tauschten sich über aktuelle Entwicklungen ihres Fachs, über neue Behandlungsmöglichkeiten und Fragen der PatientInnensicherheit aus.
Die Chirurgische Schule Ulm ist ein Netzwerk von Allgemein- und ViszeralchirurgInnen, die viele Jahre an der Universitätsklinik Ulm tätig waren und später leitende Funktionen etwa in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder Kanada übernommen haben. Auch Prim. Priv.- Doz. Dr. Wolfgang Schlosser ist Teil dieses Netzwerks: Er absolvierte seine Facharztausbildung an der Chirurgischen Universitätsklinik Ulm, habilitierte sich dort und war später Oberarzt in der Abteilung für Viszeral- und Transplantationschirurgie. Als Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Ärztlicher Direktor des BKH Reutte holte er das Symposium heuer erstmals nach Österreich und verantwortete das wissenschaftliche Programm.
Die TeilnehmerInnen des Symposiums "Ulmer Schule meets Reutte/Tirol" mit ihren Begleitpersonen. In der ersten Reihe, dritter von links: Ärztlicher Direktor Primar Priv. Doz. Dr. Wolfgang Schlosser. (Bildquelle: BKH Reutte/Fotostudio Rene)
Im Mittelpunkt des fachlichen Austauschs standen aktuelle Entwicklungen wie robotische Chirurgie und innovative Wundbehandlung. Auch die Frage, unter welchen Bedingungen Hernien ambulant operiert werden können, war Teil des Programms. Darüber hinaus wurden der Umgang mit Behandlungsfehlern und die Bedeutung verlässlicher Qualitätsstandards diskutiert. „Es waren hervorragende Vorträge mit lebhaften Diskussionen und einem breiten Spektrum chirurgischer Themen. Genau dieser fachliche Austausch hilft uns, Entwicklungen einzuordnen und die chirurgische Versorgung am BKH Reutte im Sinne der Patientinnen und Patienten in der Region auszubauen“, betont Schlosser. Auch der Standort Reutte überzeugte die angereisten KollegInnen. „Viele zeigten sich von der Ausstattung unseres Spitals und der besonderen Lage beeindruckt. Und dank des herrlichen Wetters präsentierte sich auch unsere Region von ihrer schönsten Seite“, so Schlosser.