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  • Bezirkskrankenhaus Reutte

    Bezirkskrankenhaus Reutte

    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck und Wien. Das moderne Spital vor Ort, Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen

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Vom kleinen Bezirksspital zum modernen, Medizinischen Leistungszentrum


„Mit der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus des Bezirkskrankenhauses Reutte wird die medizinische Versorgung des Außerfern auf eine breite Basis gestellt.“ So lautete die Überschrift einer Beilage in der TT vom 4. Oktober 1997. Zur Einstimmung auf dieses Thema wurde mit unserer MitarbeiterInnenzeitung diesmal auch die Original- beilage der TT aus dem Jahr 1997 mitgesandt. Für Sie, steht sie hier zum Download bereit!


Aurel Schmiedhofer, Obmann des Gemeindeverbandes BKH Reutte

Beinahe hätte ich das Jubiläum „verschlafen“, wenn nicht unsere unermüdliche Chronistin Bernadette Müller darauf aufmerksam gemacht hätte. Und mit dem Jubiläum kommen mir natürlich einige persönliche Erinnerungen.


1992, damals war ich gerade frisch Bürgermeister von Lechaschau, schreckte uns eine Zahl hoch. „650 Mio. Schilling, das ist eine Zahl mit 7 Nullen“ (Originalton „Tirol Aktuell“), sollte der Neubau des Bezirkskrankenhauses kosten. Der Beitrag in Tirol Aktuell hatte den Tenor: „Was erlauben sich die Außerferner da eigentlich?“ Fünf Jahre später, am 26. September 1997, erfolgte dann die Übersiedlung in den Neubau. Am Morgen wurde noch im alten OP operiert, am Abend im neuen.


Allerdings blieben diese fünf Jahre nicht ohne Turbulenzen. Das ursprüngliche Projekt einer Krankenhausplanefirma aus der Schweiz wurde aus Kostengründen storniert, die Firma ging ein paar Jahre später in Konkurs, das Honorar war lange strittig. Ebenso machte uns Bange, dass alle Krankenhausneubauten in dieser Zeit in Tirol – es war damals ein richtiger Krankenhaus-Bauboom – mit erheblichen Kostenüberschreitungen zu kämpfen hatten; in Reutte gelang es, eine Kostenunterschreitung zustande zu bringen. Insgesamt kostete der Erweiterungsneubau inkl. aller medizinisch-technischen Geräte, die Sanierung des vom Krankenhaus genützten Altbaus und die Entkernung des restlichen Altbaus ca. 480 Mio. Schilling, also knapp 34 Mio. Euro.


Die Ausschusssitzungen dauerten oft bis Mitternacht, schlussendlich konnte man sich immer – vielleicht schon etwas müde geworden – einigen. Auch im Haus wurde zwischen einzelnen Abteilungen, aber auch insgesamt um jeden Quadratmeter gerungen. So war etwa das heutige Atrium als Freifläche gedacht, und erst durch den im Planungsprozess auftretenden Mehrbedarf an Kubatur wurde dieser Innenhof so verkleinert, dass eine Überdachung re- alistisch erschien.


Schließlich wurde das Krankenhaus am 29. Juni 1997 mit einer großen Feierlichkeit offiziell eröffnet, unter großem Ansturm fand am nächsten Tag der „Tag der offenen Tür“ statt.


In der Nacht machten allerdings mehrere Wasserschäden im ganzen Haus eine Übersiedlung für die nächsten dreieinhalb Monate unmöglich – ein Start mit Licht und Schatten unter großem medialen Echo.


Wie ich schon erwähnte: Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden und damit man sich weiterentwickeln kann. Diese Entwicklung der letzten 20 Jahre wollen wir dann in Folge genauer betrachten. Bis dahin einen schönen Herbst!

Ihr Obmann Aurel Schmidhofer


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