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    Bezirkskrankenhaus Reutte

    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck und Wien. Das moderne Spital vor Ort, Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen

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Je steiniger der Weg, umso wertvoller das Ziel

Tagesklinik HNO und Wochenklinik Urologie offiziell genehmigt


Der lange Weg und die umfassenden Bemühungen, die Fachbereiche HNO und Urologie organisatorisch so aufzustellen, dass die bestmögliche Versorgung für die Außerferner Bevölkerung aufrechterhalten bleibt, hat sich ausgezahlt: Seit Jänner 2017 liegt die „Krankenanstaltenrechtliche Genehmigung für die Tagesklinik HNO und die Wochenklinik Urologie“ am BKH Reutte vor. Ein Meilenstein für alle Beteiligten.


Dem Verwaltungsdirektor Dr. Dietmar Baron ist es gleich zu Beginn ein zentrales Anliegen, sich allen voran bei den federführend beteiligten Medizinern zu bedanken: „Ich danke insbesondere unserem HNO-Spezialisten Dr. Andrle, unserem Urologen Dr. Hass sowie unserem Ärztlichen Direktor, Primar Dr. Eugen Ladner, für das Mitgehen auf diesem langen, steinigen Weg und die in Stunden eigentlich nicht zählbare investierte Zeit.“


„Der Spagat zwischen guter und tirolweit vergleichbarer medizinischer Versorgung sowie Qualität und den ökonomischen Zwängen ist gelungen!“


Harte Arbeit ...

Begonnen hat der lange Weg der Verantwortlichen bereits im Jahr 2002. Seit diesem Zeitpunkt regelt der ÖSG – der Österreichische Strukturplan Gesundheit –, welche Fächer, welche Art von Operationen, wie viel Betten pro Fach usw. ein öffentlich-rechtliches Krankenhaus haben darf. Im ÖSG 2002 gab es lediglich die Möglichkeit, ein Fach als Abteilung oder Fachschwerpunkt zu führen. Beide Organisationsformen stellen hohe Ansprüche an die Personalbesetzung und kamen daher für die bereits bestehenden Fächer Urologie und HNO nicht infrage.


„Auf Vorschlag einer Beratungsgesellschaft, mit der wir damals zusammengearbeitet haben, wurde schließlich der Begriff dislozierte Tagesklinik in den ÖSG aufgenommen, allerdings mit erheblich reduziertem Spektrum. Letztendlich wären aus heutiger Sicht nur mehr ambulante Eingriffe möglich gewesen“, erklärt Baron und ergänzt: „Dies erschien uns in Hinblick auf die optimale Versorgung der Bevölkerung im Bezirk nicht angemessen und daher liefen die Verhandlungen über viele Jahre weiter.“

Erst Anfang 2016 zeichnete sich mit dem abermals modifizierten Österreichischen Strukturplan Gesundheit die Möglichkeit der Führung einer dislozierten Tagesklinik HNO und einer dislozierten Wochenklinik Urologie ab – jedoch wieder mit umfassenden Einschränkungen: Im Bereich HNO wären zum Beispiel Mandeloperationen nicht mehr möglich gewesen, im Bereich Urologie hätte sich das Spektrum auf ein Drittel reduziert.


... trägt Früchte!

„Dies konnten wir einfach nicht hinnehmen und haben weitergekämpft. Dem unermüdlichen Verhandlungswillen unserer beiden Fachärzte ist es letztlich zu verdanken, dass das Operationsspektrum beider Fachrichtungen – in Form von Sondergenehmigungen - final abgesichert werden konnte. Seit Ende letzten Jahres liegt der offizielle ‚Stempel` vor“, erklärt Ladner und zeigt sich mit dem Ergebnis äußerst zufrieden.