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Pflege zu Hause:


Neues spitalübergreifendes Schulungsprojekt für pflegende Angehörige


Wenn Menschen aufgrund von Unfällen, Krankheiten oder chronischen Leiden Pflege und Betreuung benötigen, belasten die pflegenden Angehörigen nicht nur viele offene Fragen, sondern auch bisher unbekannte Probleme. Um ihnen in solchen Lebenssituationen – über den Spitalsaufenthalt hinausgehend – umfassende Unterstützung zukommen zu lassen, bieten die Krankenhäuser in Innsbruck, Reutte und Zams künftig ein spezielles Pflegeberatungsprojekt an. In einer kostenlosen Schulung erhalten Interessierte Informationen, Tipps und aktive Hilfestellungen für den Alltag.

 


Pflegeberatung

„Unser gemeinsames und vorrangiges Ziel ist es, die familiäre Pflege zu stärken und betroffenen Personen Möglichkeiten aufzuzeigen, sich in der neuen Lebenssituation besser zurechtzufinden“, betont David Heitzinger, MSc, Pflegedirektor am BKH Reutte. Das künftige Schulungsangebot beinhaltet zum einen Informationen zu finanziellen oder organisatorischen Unterstützungsmöglichkeiten für jede/n Einzelne/n, befasst sich zum anderen jedoch auch intensiv mit den persönlichen pflegerischen Anforderungen im Alltag.


„Wir möchten Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen eine konkrete und aktive Anleitung für den Pflegealltag zu Hause anbieten. Je nach Anforderungen erhalten die TeilnehmerInnen an zwei Abenden mit jeweils rund drei Stunden wertvolle Praxistipps sowie ein umfassendes Nachschlagewerk für den Alltag“, erläutert Heitzinger, der bei der Umsetzung dieses Projektes auf sehr viel Engagement seitens des im BKH Reutte etablierten Pflegeberatungsteams sowie der Gesundheits- und Krankenpflegeschule zählen kann.


Pflegeberatung

Großer Bedarf an Wissen bei den Angehörigen

„Die Angehörigen zu schulen, ist ein sehr großes Thema in der heutigen Zeit“, weiß Christian Schmitz von der Pflegeberatung am BKH Reutte. „Das gibt den Angehörigen mehr Wissen und Sicherheit in der Pflege einer oder eines nahen Angehörigen und der Patientin/dem Patienten natürlich


Kostenlose Schulungen vermitteln Angehörigen und PatientInnen mehr Sicherheit in der P ege.


Vertrauen und Sicherheit, gut versorgt zu werden.“ Dementsprechend werden Themen wie Hygiene und Körperpflege, Inkontinenz, Mobilisation und Sturz behandelt. Weitere Schulungsbereiche sind noch der Umgang mit der PEG-Sonde, mit einem Stoma, mit Inkontinenzartikeln und einem Dauerkatheter sowie mit Flüssigkeitsdefizit. Die Schulungen sind für die Angehörigen kostenlos.


Orientierung an Vorzeigeprojekten im In- und Ausland

Das neue Projekt entsteht derzeit im Rahmen des Qualitätsförderungsprogramms des Tiroler Gesundheitsfonds. „Wir haben sehr genau recherchiert, wie vergleichbare Projekte im In- und Ausland organisiert und umgesetzt werden“, sagt Dominik Siegele, MSc, stellvertretender Plegedirektor im KH Zams. Aufbauend auf den Erfahrungswerten der Best-Practice-Projekte in Deutschland und

Österreich wurde in den drei Krankenhäusern eine Befragung über die Anforderungen und Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit den PflegeexpertInnen aller drei Spitäler wurde schließlich ein spezielles Schulungskonzept für Betroffene entwickelt.


Geplanter Start: Mai 2018

Um den TeilnehmerInnen das notwendige Wissen für den Pflegealltag zu Hause auch bestmöglich vermitteln zu können, durchlaufen die künftigen TrainerInnen – PflegeberaterInnen bzw. EntlassungsmanagerInnen – derzeit ein mehrtägiges Fortbildungsprogramm im interprofessionellen Trainings- und Simulationszentrum für medizinisch-pflegerische Berufe in Innsbruck.


Ab Mitte Mai 2018 werden die Schulungen für pflegende Angehörige schließlich regional in den Bezirken angeboten.


Nähere Informationen zu den Terminen und Anmeldungen gibt es direkt in der Pflegeberatung Außerfern, BKH Reutte.
Tel.: 0676/88 601 500 oder

E-Mail: pflegeberatung@bkh-reutte.at

Aufgrund der begrenzten TeilnehmerInnenzahl je Schulung ist eine Anmeldung vorab notwendig.