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  • Bezirkskrankenhaus Reutte

    Bezirkskrankenhaus Reutte

    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck und Wien. Das moderne Spital vor Ort, Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen

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Schulstation bietet                 praxisnahe Berufserfahrung


Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Weichen sind gestellt: Im September startet die neue Schulstation im BKH Reutte. Damit bietet das Haus eine einzigartige zusätzliche Ausbildungsmöglichkeit für PflegeschülerInnen im 3. Lernjahr, die hier wertvolle Erfahrungen in der Praxis sammeln können. „Vater“ und Entwickler des Projektes ist Markus Berger, Leiter der Pflegestation und Unfallambulanz.


Schulstation
Auf der Schulstation können die Pflegeschülerinnen gut begleitet Praxiserfahrungen sammeln.

Ziel der Schulstation ist, dass alle anfallenden Tätigkeiten, die gesamte Organisation der Station und die Versorgung der PatientInnen eigenverantwortlich von den SchülerInnen, unter Aufsicht einer DGKPP, durchgeführt werden. Im Praktikum der Schulstation sollen die SchülerInnen als lernendes Team anhand von realen Aufgabenstellungen den klinischen Alltag sowie die patientInnenzentrierte Betreuung bewältigen lernen.

Die SchülerInnen wenden das erworbene theoretische und praktische Wissen auf die konkreten Anliegen der PatientInnen eigenständig an, wobei die Schlussverantwortung bei der DGKPP liegt. Pflegerische, interdisziplinäre und organisatorische Kompetenzen sollen sowohl theoretisch wie praktisch erworben und vertieft werden.

Die Schulstation wird ein eigens definierter Bereich mit sechs bis acht PatientInnen sein. Fünf SchülerInnen, die miteinander arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen, bilden das Pflegeteam. Die Dauer der Ausbildung beträgt rund acht Wochen, bestehend aus Einarbeitungs- und Begleitphase und einer daran anschließenden vierwöchigen Kernphase.


AL DGKP Markus Berger
Markus Berger zeichnet für die Idee und Umsetzung der Schulstation verantwortlich.

Praxiserfahrung und Handlungskompetenz


„Ein wesentliches Ziel der Schulstation ist es, den SchülerInnen Handlungskompetenzen zu vermit- teln und diese zu fördern. Handlungskompetenz ist die Grundvoraussetzung im Berufsleben“, so Pro- jektleiter Markus Berger. „Durch die Schulstation bekommen die SchülerInnen einen realen Einblick in die Arbeitswelt und können dadurch wertvolle praktische Berufserfahrungen sammeln.“


Die Aufgabenbereiche der Schulstation als eigene Einheit entsprechen weitgehend denen der eigentlichen Station. In der Schulstation ergeben sich für die SchülerInnen konkrete Lernsituationen, in denen sie berufliche Handlungskompetenz erwerben können.



Alleinstellungsmerkmal für das BKH Reutte


Markus Berger sieht in der Schulstation ein Alleinstellungsmerkmal für die praktische Ausbildung am BKH Reutte: „Durch die Schulstation sind wir im Bezirk und auch für Interessierte über die Bezirksgrenzen hinweg ein attraktiver und moderner Arbeitgeber. Die praktische Ausbildung wird alltagsnäher gestaltet und die Ausbildungsqualität sichergestellt und erhöht. Außerdem wird der Eintritt ins Berufsleben bestmöglich vorbereitet und somit auch erleichtert, die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis wird verringert und schließlich werden engagierte SchülerInnen gefördert.“


Das Konzept der Schulstation ist ein wertvolles Instrument für eine moderne Ausbildung in der Pflege, von dem alle Beteiligten profitieren. Insbesondere die SchülerInnen erfahren eine interdisziplinäre Arbeitsweise, gleichzeitig erleben sie die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Durchsetzungskraft und lernen den Umgang mit Komplexität. Aber auch für das BKH Reutte bietet die Schulstation die Möglichkeit, sich innovativ weiterzuentwickeln, angehende Pflegekräfte kompetenzorientiert auszubilden und nachhaltig an das BKH Reutte zu binden.


Die bisher geleistete Begleitung der SchülerInnen wird mit der Schulstation erweitert und an die Anforderungen einer modernen praktischen Ausbildung angepasst. Die Implementierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, den PraxisanleiterInnen und der Ausbildungsstätte. Die PraxisanleiterInnen bilden dabei die Brücke zwischen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule und der praktischen Ausbildung. Die Aufgabe der Schulstation ist es, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen theoretisches Wissen mit den Anforderungen der Praxis zu verbinden und so die Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und vor allem die Handlungskompetenz zu fördern.