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Erfolgsmodell Pflegeberatung

1.163 zufriedene PatientInnen



Die Pflegeberatung am BKH Reutte hat sich zum absoluten Erfolgsmodell entwickelt: Das Angebot bietet pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen eine wesentliche Hilfestellung in schwierigen Lebenssituationen und untermauert den positiven Ruf des Krankenhauses. Katharina Storf, MScN, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin im Haus Ehrenberg, hat die Pflegeberatung in ihrer Masterarbeit im Rahmen des Pflegewissenschaftsstudiums an der UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik) evaluiert und wertvolle Erkenntnisse erhalten.


In Kooperation mit dem BKH wurden dafür 1.163 Beratungsgespräche ausgewertet. Gut drei Viertel der KlientInnen kamen hierbei aus dem BKH, ein knappes Viertel von außen. Abgefragt wurden sowohl die vermittelten Leistungen als auch die Zufriedenheit der PatientInnen mit den Beratungen. Die Ergebnisse der Befragung bedeuten wichtige Informationen für die weitere Entwicklung des ohnehin schon hervorragenden Angebotes. „Prinzipiell kann man sagen, dass die beratenen Personen mit der Unterstützungsleistung sehr zufrieden waren“, erläutert die Studienautorin. „Die P egeberaterInnen werden als Vertrauenspersonen angesehen – als besondere Eigenschaften werden Empathie, Vertrauen, Individualität und Empowerment geschätzt. Und – was ebenfalls klar herausgekommen ist – durch die Zufriedenheit mit der Beratung steigt die Zufriedenheit mit dem gesamten Krankenhausaufenthalt“, so Katharina Storf.


Zeitpunkt und räumliches Umfeld wichtig


Als wichtige Komponenten stellten sich zudem der Zeitpunkt und der Ort der Beratung heraus: Die Gespräche wurden als umso hilfreicher empfunden, je früher sie geführt wurden. Auch ein separater, geschlossener Raum für eine ruhige Gesprchsatmosphäre ist entscheidend. Manche PatientInnen hätten eine weiterführende Beratung zu Hause als wertvoll empfunden. „Das sind wichtige Ansätze, die wir uns in Zukunft natürlich genauer ansehen bzw. berücksichtigen werden“, so David Heitzinger, MSc, der das Best-Practice-Modell beim IIR Kongress in Wien vorstellen wird. „Das BKH ist bei diesem wichtigen Thema zweifelsfrei Vorreiter“, betont Heitzinger und bedankt sich an dieser Stelle beim BeraterInnen-Team, das auch für die ambulante Neuroreha verantwortlich ist, für die großartige Arbeit.



Natürlich wurde bei der Studie auch die Häufigkeit der vermittelten Leistungen abgefragt (siehe Grafik). Absoluter Spitzenreiter ist demnach die Hilfestellung beim Pflegegeldantrag, gefolgt von der Beratung bei der Besorgung von Hilfsmitteln und der Vermittlung einer Kurzzeitpflege.

Interessant ist auch der Blick darauf, wie sich die KlientInnen aufteilen, die eine Pflegeberatung in Anspruch genommen haben. Mehr als 60 Prozent waren Frauen, nur knapp 40 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter der betreuten Personen liegt bei knapp 79 Jahren, die meisten von ihnen sind mit Mehrfacherkrankungen konfrontiert.


Wichtige Erkenntnisse


„Zusammenfassend geht aus der Studie klar hervor, wie toll das einzigartige Angebot angenommen wird. Weiters zeigt sich, wie wichtig es ist, die Pflegeberatung so früh wie möglich einzuschalten. In diesem Kontext kommt dem Pflegepersonal eine tragende Bedeutung zu. Diese erkennen schließlich die Notwendigkeit des Angebotes und müssen entsprechend sensibilisiert sein“, so Katharina Storf. „Natürlich wäre eine Weiterentwicklung der externen Pflegeberatungen wünschenswert.“