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Enorme nachfrage                                 nach Pflegeberatung

Update Pflegeberatung



Ein beeindruckender Erfolg war die erste Informationsveranstaltung des BKH Reutte Anfang Mai für pflegende Angehörige von Demenzkranken. Fast 50 Personen haben sich in der Pflegeschule eingefunden, um sich von den „Memory Nurses“ der Tirol Kliniken, Astrid De Susus Kuprian und Verena Friedrich, Tipps und Informationen für die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen im Zusammenhang mit demenzkranken Personen zu holen.


„Das zeigt einmal mehr, wie groß der Bedarf an Informationen und Unterstützung für die pflegenden Angehörigen ist“, weiß Christian Schmitz von der Pflegeberatung. „Die BesucherInnen haben die Infos aufgesaugt wie ein Schwamm und viel mit nach Hause genommen. Und es waren auch Angehörige dabei, die schon an der Grenze der Belastbarkeit sind.“


Wie wichtig Hilfestellungen für pflegende Angehörige sind, zeigt auch der Andrang zu einem weiteren Info-Angebot der Pflegeberatung: An den Abenden des 24. und 29. Mai fand die erste kostenlose Schulung für pflegende Angehörige statt. „Wir haben die TeilnehmerInnenzahl von 12 auf 15 aufgestockt und mussten dennoch Interessierte auf die Warteliste setzen“, erzählt Christian Schmitz. Die nächsten Termine sind: 13.9. und 18.9. sowie 15.11. und 20.11. Im Bedarfsfall sind Zusatztermine angedacht.


Angehörige lechzen nach Unterstützung und Informationen


Bei diesen Veranstaltungen geht es um wertvolle Tipps für die Pflegenden: beginnend bei der Raumgestaltung, Kinästhetik, Inkontinenz über den Einsatz von Hilfsmitteln bis hin zu praktischen Übungen. Und es besteht die Möglichkeit, sich mit Betroffenen auszutauschen und sich mentale Unterstützung zu holen. „Das ist ein ganz großes Thema“, meint Christian Schmitz. „Oft haben Angehörige ein schlechtes Gewissen, wenn sie einmal eine Betreuungsvertretung anfordern, bzw. haben die Erfahrung gemacht, dass die Pflege nach einem Aufenthalt in einer stationären Einrichtung viel schwieriger wird, weil die Betreuten durch die Umstellung noch desorientierter sind als vorher.“


Andererseits drohen Isolation und Verlust der Sozialkontakte, wenn man auf sich selbst vergisst. „Ich sage den Angehörigen immer, schaut auf euch, dass ihr nicht auf der Strecke bleibt“, erzählt der Pflegeberater aus der Praxis. Betroffene hier zu stärken, ist ganz wesentlich.