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    Bezirkskrankenhaus Reutte

    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck und Wien. Das moderne Spital vor Ort, Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen

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Eigenbluttherapie - Selbsthilfe für den Körper


Muskel- und Bänderverletzungen, aber auch Gelenksentzündungen sind schmerzhaft und meist langwierig. Die effizienteste und schnellste Heilung verspricht die sogenannte Eigenbluttherapie. In der Schmerzpraxis von Prim. Dr. Eugen Ladner findet dieses vielversprechende Verfahren bereits Anwendung.


„Im Grunde basiert die Therapie mit autologen, also körpereigenen Blutplättchenkonzentraten auf der Beobachtung, dass sich die Wundheilung im Erwachsenenalter im Vergleich zum Heilungsprozess bei Kindern deutlich verlangsamt“, weiß Schmerzexperte Prim. Dr. Eugen Ladner. Verantwortlich dafür sind bestimmte Wachstumsfaktoren in den Blutplättchen, die sich im Laufe der Jahre vermindern.

Aus dieser Erkenntnis wurde in den Vereinigten Staaten das Verfahren mit ACP (autologes conditioniertes Plasma) entwickelt – auch als Eigenbluttherapie bekannt –, das besonders auf dem Gebiet der Sportmedizin und der Orthopädie an Bedeutung gewonnen hat. „Es geht darum, dem Körper zu ermöglichen, sich selbst zu helfen und Verletzte schneller wieder fit und schmerzfrei zu bekommen“, erklärt Prim. Ladner.



1- Blutabnahme,
2- Zentrifugation,
3- Injektion von plättchenreichem  Plasma


Durch die beruhigende und aktivierende Wirkung von ACP sind besonders gute Ergebnisse bei Achillessehnenbeschwerden, Muskel- und Faserrissen, Knie- und Schulterarthrosen, Fersensporn, Tennisellbogen sowie bei Abnutzungen im großen Daumengelenk oder von kleinen Wirbelgelenken möglich. Auch bei Entzündungen, die durch Arthrose in den Gelenkskapseln entstehen, wirken sich die injizierten Wachstumsfaktoren schmerzlindernd aus. Das Fortschreiten der Arthrose kann mit der Eigenbluttherapie zwar nicht verhindert, jedoch deutlich verlangsamt werden. Laut aktuellen Studien hilft das aufbereitete Eigenblut auch Bandscheiben-PatientInnen.


So funktioniert ACP


Bei der Behandlung werden der Patientin/dem Patienten etwa 15 Milliliter Blut abgenommen. In einer speziellen Zentrifuge werden das Blutplasma und die Blutplättchen vom Blutkuchen mit den weißen und roten Blutkörperchen getrennt. „Es wird in die verletzte Stelle injiziert, dort aktiv und regt die Heilung an“, so Prim. Ladner. Im Gegensatz zu Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten, die Nebenwirkungen und gegebenenfalls auch Allergien auslösen können, sind bei ACP keine gesundheitlichen Risiken oder Beschwerden zu befürchten.


Blutplättchen grün neben Blutkörperchen und weißer Blutzelle