Zum Inhalt

Zur Navigation

  • Bezirkskrankenhaus Reutte

    Bezirkskrankenhaus Reutte

    Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck und Wien. Das moderne Spital vor Ort, Ihr Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen

empty spacer image for slideshow functions

Alles für einen guten Start ins Leben


Mit Oktober 2017 hat die Stillberatung im BKH einen wahren Turbo eingelegt. Es gibt nun drei geprüfte Stillberaterinnen für die jungen Mütter, die bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen beim Stillen helfen. Der Bedarf ist gerade bei Erstgebärenden groß und die Beratung wird gerne angenommen.


Die "drei Damen" von der Still- und Laktationsberatung: Nadja Walch, Katja Zeller und Angelika Lederle (von rechts)

DGKPin Nadja Walch und DGKPin Angelika Lederle haben mit ihrem am Europäischen Institut für Stillen und Laktation in Bregenz neu erworbenen Wissen zur Hebamme Katja Zeller aufgeschlossen und dürfen sich nun ebenfalls Still- und Laktationsberaterinnen nennen.

„Es war schon stressig“, schildert Nadja Walch. „In der zehnmonatigen Ausbildung von Jänner bis Oktober 2017 hatten wir über 200 Stunden Theorie und 40 Stunden Praktika in anderen Häusern oder Praxen. Dann musste natürlich noch die Facharbeit geschrieben werden, und den Schlusspunkt bildete die vierstündige Abschlussprüfung.“

Jetzt arbeiten auf der Geburtenstation des BKH drei absolute Profis, wenn es um die Themen Milchbildung und weibliche Brust geht und um die bestmögliche Entwicklung des Neugeborenen und Unterstützung der Wöchnerin.


Stillberatung
Die Magie des ersten Anlegens an die Brust - immer wieder auch ein besonderer Moment für die Stillberaterinnen

„Wir haben natürlich vorher auch schon viel Erfahrung und Wissen gehabt“, erzählt Nadja Walch aus der Praxis. „Doch jetzt, mit dem ganzen Fach- und Hintergrundwissen kann man viel mehr erklären und vermitteln. Man fühlt sich einfach viel sicherer und das verändert die persönliche Haltung.“ Ähnlich sieht es auch ihre Kollegin Angelika Lederle, die ebenfalls die diesjährige Ausbildung absolviert hat. „Was gibt es Schöneres, als Mütter und ihre Neugeborenen auf ihrem ersten Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie zusehends zusammenwachsen? Die Ausbildung zur Stillberaterin war ein langer Wunsch von mir. Kompetent zu arbeiten ist mir sehr wichtig.“



Wichtige Ideen für die Zukunft


Mit dem Wissen um die Bedeutung des Stillens für Mutter und Kind und dem neu gewonnenen Background wünschen sich die drei Stillberaterinnen nun eine Aufwertung des Angebotes in Form von xen Zeiten für die Fragen und Anliegen der jungen Mütter, die von extern kommen. „Zurzeit läuft das halt beim regulären Betrieb mit“, erklärt Nadja Walch. „Während der Arbeitszeit ist es aber oft schwierig, weil die Beratungen ja rund eine Stunde dauern.“ Die Wunschvorstellung der drei Stillexpertinnen wäre ein fixer Nachmittag pro Woche, an dem sich Mütter beraten lassen können. „Das wäre auch hilfreich für die Ratsuchenden“, ergänzt Angelika Lederle. „Denn jetzt ist es so, dass sich

manche Mütter nicht trauen, einfach auf der Station vorbeizuschauen, wenn sie Fragen haben. Mit fixen, entsprechend kommunizierten Beratungszeiten könnten diese Frauen sicher sein, dass sie mit ihren Babys kommen können.“ Und Katja Zeller sieht einen weiteren Vorteil: „Es wäre auch für die MedizinerInnen einfacher, die Mütter zu beraten, wenn es fixe Termine gäbe, zu denen sie die Mütter schicken könnten.“


Stillberatung
Auch wenn der kleine Erdenbürger noch etwas grimmig schaut - ein Lächeln ist immer parat.

Bis es soweit ist, gehen die drei Stillberaterinnen in ihrer Zusatzaufgabe merkbar auf. „Ich bin in meinem Traumjob gelandet“, schwärmt Nadja Walch. „Für mich ist es das Schönste, Mama und Kind zu begleiten und bei diesem Zauber dabei sein zu dürfen.“ Und ihre beiden Kolleginnen nicken zustimmend, mit einem Lächeln.