Maßnahmen zur Tiroler Spitalsreform

BKH Reutte - gestärkt in Richtung Zukunft

Die Zeitungen haben bereits davon berichtet: Die Spitalsreform im Bezirk Reutte ist auf Schiene. Zukunftsorientiert und nachhaltig ist der eingeschlagene Weg, und die nähsten Jahrzehnte des Hauses sind damit gesichert. Die Redaktion hat den rztlichen Direktor, Primar Dr. Eugen Ladner, aus diesem Anlass zum Interview gebeten.

Spitalsreform

Von links nach rechts: Prim. Dr. Eugen Ladner, Landesrat Bernhard Tilg,

Verbandsobmannn Aurel Schmidhofer

Herr Primar Ladner, kurz und knapp gefragt: Wie bewerten Sie das Ergebnis, das nun der Landeszielsteuerungskommission des Tiroler Gesundheitsfonds zur Beschlussfassung vorgelegt wird?

Wir können uns hier wirklich über ein Zukunftspaket freuen. Ein Paket, das vor allem auch die bisher hervorragende Arbeit unseres Hauses honoriert. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten tagtäglich hervorragende Arbeit, die mit den geplanten Maßnahmen im Rahmen der Tiroler Spitalsreform noch weiter aufgewertet wird. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle, stellvertretend für die gesamte Kollegiale Führung, bei jeder und jedem Einzelnen von Ihnen bedanken! Zudem freut es mich sehr, dass unsere intensiven Vorbereitungsarbeiten – Stichwort Masterplan/Projekt Solve – nun entsprechend Früchte tragen. Auch hier mein Dank an alle, die sich so engagiert und federführend eingebracht haben.

Stichwort geplante Maßnahmen, neue Angebote – können Sie uns diese nochmals zusammenfassen? Was bleibt? Was kommt?

Neu ist allen voran unser geplantes Department für Akutgeriatrie und Remobilisation mit zwölf Betten. Dabei handelt es sich zweifellos um ein Angebot,
das angesichts der demografischen Entwicklung immer bedeutender wird. Ausgewiesen wird auch die Möglichkeit einer zentralen ambulanten Erstversorgungseinheit zur Entlastung der bettenführenden Abteilungen – hier wurde mit der ZPA schon ausgezeichnete Vorarbeit geleistet. Auch die Einrichtung einer bergangspflege mit sechs Betten ist gemäß Strukturplan Pflege 2012–2022 am Krankenhaus Reutte vorgesehen und stellt eine bedeutende Maßnahme zur Spitalsentlastung dar. Insgesamt bleibt das Leistungsangebot am BKH bestehen. Künftig verfügen wir über 119 Betten und sechs tagesklinische Plätze, in Summe 125 Betten. Vor allem die Innere Medizin (43 Betten) und Orthopädie/Traumatologie

Insgesamt bleibt das Leistungsangebot am BKH bestehen.

(27 Betten) verzeichnen eine hohe Auslastung. Auch die Vor-Ort-Behandlung in den Bereichen Augenheilkunde, HNO und Urologie bleibt in Form der dislozierten Tages- und Wochenklinik bestehen. Die von uns im Solve-Projekt geplanten interdisziplinären Stationen sind zudem Forderungen des RSG 2025.


Einige große Meilensteine stehen demnach ins Haus – wie geht es jetzt konkret weiter?

Die jeweiligen Projektgruppen können nun, wie man so schön sagt, in die Vollen gehen und haben die herausfordernde Aufgabe, die Planungen zum Leben zu erwecken. Wir werden dies in gewohnter Manier schrittweise und vor allem gemeinsam tun. Forderung dafür ist allerdings – nach der bereits erfolgten generellen Zustimmung des Gemeindeverbandes – die Genehmigung der für das Projekt notwendigen Finanzen. Ich freue mich auf die vor uns liegende spannende Zeit.