BKH REUTTE

Krankenhausstraße 39, A-6600 Ehenbichl

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Information zur Nackentransparenzmessung

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an unserer Ambulanz im Rahmen der Schwangerschafts - Vorsorgeuntersuchung

Liebe Eltern

Die weitaus überwiegende Mehrheit aller zur Welt kommenden Babys ist gesund!

Dennoch haben alle Frauen ein gewisses kleines Risiko ein Baby zu bekommen das von einer geistigen oder körperlichen Erkrankung betroffen ist. Die häufigste Ursache für eine angeborene geistige Erkrankung in Form einer Chromosomenstörung ist das sogenannte Down Syndrom (Trisomie 21). Das Risiko ein Baby zu bekommen das von der Erkrankung Down Syndrom betroffen ist steigt mit dem Alter der Mutter. Diese Erkrankung wird (meist) nicht vererbt, sondern entsteht zufällig.

Die einzige Möglichkeit ein Down Syndrom, wie aber auch andere Chromosomenstörungen festzustellen bzw. auszuschließen sind sogenannte invasive Untersuchungen wie zum Beispiel die Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) oder die Chorionzottenbiobsie (Gewebeentnahme vom Mutterkuchen). Diese Untersuchungen selbst sind aber nicht risikolos. Rein statistisch gesehen kommt es in Folge dieser invasiven Untersuchungen neben anderen möglichen Komplikationen in ein von 100 Fällen zu einer Fehlgeburt. Somit ist die Entscheidung für eine nicht ganz risikolose Fruchtwasserpunktion für werdende Eltern oft sehr schwierig und belastend. Viele werdende Eltern möchten diese Entscheidung von ihrem ganz persönlichem individuellem Risiko abhängig machen. 

Um dieses individuelle Risiko bestimmen zu können und um auch evtl. eine unnötige Fruchtwasserpunktion zu vermeiden, wird die sogenannte Nackentransparenzmessung angeboten.

Bei der Nackentranzparenzmessung wird in der 12 - 14 Schwangerschaftswoche per Ultraschall die Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut des ungeborenen Kindes gemessen. Zugleich wird auch sonographisch die Darstellbarkeit des Nasenbeins (Nasenknochen) überprüft - ein weiteres Kriterium für die Risikoberechnung.

Nackentransparenz

Bei der Untersuchung per Ultraschall besteht weder für die Mutter noch für ihr Kind ein Risiko. Mit einer zusätzlichen zeitgleichen Bestimmung zweier mütterlicher Blutwerte (PAPP-A und HCG) kann die Aussagekraft und die Sicherheit dieser individuellen Risikoberechnung gesteigert werden. Somit gelingt es bis zu 90% der an Down Syndrom betroffenen ungeborenen Kinder zu erfassen.

Nach Bestimmung aller Kriterien - Nackentransparenzmessung, Darstellbarkeit des Nasenbeins und Bestimmung der mütterlichen Laborwerte, kann unter Berücksichtigung des mütterlichen Alters das individuelle Risiko an Hand eines zertifizierten Computerprogramms errechnet und mit uns gemeinsam diskutiert werden. Im Anschluss können sie an Hand ihres individuellen berechneten Risikos entscheiden, ob sie eine weitere Untersuchung (Fruchtwasserpunktion) zum sicheren Ausschluss von Chromosomenstörungen wünschen oder nicht.

Für weitere Fragen steht ihnen unser ärztliches Team gerne zur Verfügung.

Für den Inhalt Verantwortlich OA Dr. S. Yilderim

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